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Kirchner A. Walter, (geb. 1941 in Perjamosch, Rumänien),
ist verheiratet und hat zwei Söhne.
Er studierte nach seiner Ausbildung und Tätigkeit in der Metallver- arbeitung an der Fakultät für bildende Kunst in Temeswar. 1981 siedelte er nach Deutschland aus und lebt in Pforzheim und in Montignoso in der Toskana. Für seine unzähligen Werke, die sich in Ausstellungen im In- und Ausland zeigten, für seine Arbeiten in Museen oder auch in Illustrationen erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen. |
"VISIONEN IN WEISS"
"Anmut" (Tänzerin) - "Herausforderung" (Tänzer)
Die Anmut und die Herausforderung gehören zu einer Reihe von Arbeiten,
die der Künstler unter das Thema »Visionen in Weiß«
gestellt hat.
Kirchner nimmt den Tanz mit seinen harmonisch bewegten Formen als Ausgangspunkt
für die Gestaltung des
Tänzers und der Tänzerin und schreibt dazu folgendes:
Schönheit, Anmut, Liebreiz, Leidenschaft – ein Menschheitstraum, eine Vision.
Weiß – Symbol für Reinheit,Visionen – zerbrechlich wie Porzellan,
in Porzellan – was könnte passender sein?
"Anmut und Herausforderung"
Mit Grazie und Anmut hält sie, den Kopf gedreht, inne,
tief ergriffen
den Partner anblickend.
Dieser fordert sie mit kraftvollem, weit gespanntem Bogen der Gliedmaßen,
den Kopf über die linke Schulter gewendet, zum
Tanz heraus,
sein Körper als entgegengesetzter Gestus der Spannungskurve dienend.
Der eine Arm wiederholt die Armbewegung der Tänzerin,
die in der Hand ihre Bewegtheit dem Schleier weiterleitet.
Im Gegensatz dazu ist die Hand des Tänzers zur Faust geschlossen,
Willenskraft und Entschlossenheit verkündend.
Der rechte Arm des Tänzers reckt sich empor, ist nach unten
geöffnet,
die Hand seiner Partnerin erwartend.
Während der rechte Arm der Tänzerin spitz angewinkelt nach
unten zeigt,
ist die Handfläche nach oben geöffnet, bereit den
Partner zu empfangen.
"Verträumtheit" (Sitzende) - "Hingebung" (Kniende)
Der Verträumtheit und die Hingebung gehören zu einer Reihe von Arbeiten,
die der Künstler unter das Thema »Visionen in Weiß«
gestellt hat.
Kirchner spielt mit der Bewegung und der Anordnung
der Körper
in der Gestaltung dieser ausdruckstarken mädchen-
haften Formen
und schreibt dazu folgendes:
Schönheit, Anmut, Liebreiz, Leidenschaft – ein Menschheitstraum,
eine Vision.
Weiß – Symbol für Reinheit, Visionen – zerbrechlich wie Porzellan,
in Porzellan – was könnte passender sein?
"Verträumtheit"
Das sitzende Mädchen mit leicht gekreuzten Beinen,
die eine Hand auf dem Schenkel ruhend,
die andere fest im Sockel verankert durch den rückwärts gerichteten Stützarm,
der den Körper im Dieseits verweilen läßt,
gibt sich mit halb geschlossenen, umschatteten Augen ihren Tagträumen hin.
Der aufrecht nach vorne gerichtete Kopf, in Ruhe und Verträumtheit versunken,
wird vom bewegten Haarzopf aus der symmetrischen Anordnung und Ruhe herausgerückt.
Das ebenso bewegte Leinentuch läßt ihre innere Dynamik erahnen.
"Hingebung"
Ist es Andacht? Ist es Erwachen? Sind es Frühlingsgefühle oder
stilles Erschauern vor dem Geträumten?
Der langgestreckte Körper ragt mit seinem Kopf wie
ein Schnee-
glöckchen dem Licht entgegen.
Die stützenden Arme lösen sich langsam aus der Erdgebundenheit,
während der Schleier, der die mädchenhaften Formen
umschmeichelt,
nach hinten in einer unruhigen und beschwingten Bewegung sich wellenförmig verbreitet.
Die kraftvollen Glieder suggerieren Erdverbundenheit.
"Liebreiz" (Frauentorso) - "Leidenschaft" (Männertorso"
Der Liebreiz und die Leidenschaft gehören zu einer Reihe von
Arbeiten,
die der Künstler unter das Thema »Visionen in Weiß«
gestellt hat.
Kirchner reduziert Sinnlichkeit und Gefühl in die ausdrucksvollen Gestalten
der beiden Torsi und schreibt dazu folgendes:
Schönheit, Anmut, Liebreiz, Leidenschaft – ein Menschheitstraum,
eine Vision.
Weiß – Symbol für Reinheit, Visionen – zerbrechlich wie Porzellan,
in Porzellan – was könnte passender sein?
"Liebreiz"
Der Frauentorso ist auf einem erhöhten Sockel;
mit einer spiralförmigen Drehung des Körpers und einem
Kontrapost,
der die Schönheit und den Liebreiz des weiblichen
Körpers zur Entfaltung bringt,
läßt er erahnen, dass allgemein der
Mann von der Frau
in deren Sphären emporgehoben wird.
"Leidenschaft"
Voller Leidenschaft bietet sich der männliche Torso an.
Im Gegensatz zum geneigten Körper des weiblichen Torsos
ist der männliche in einem kraftvollen Bogen
sich rückwärts-
ziehend gespannt, um seinem ungestümen Gefühl
Ausdruck
zu verleihen.
Sein Vorschnellen ist zu erwarten.
Die weit ausgebreiteten Arm-Ansätze signalisieren heftige Leidenschaft.
Das Erhaschen einer Umarmung wäre die Folge.







